Wir zählen dieses Jahr bereits 10 Feminizide in der Schweiz.
Unsichtbarmachung
Und auch jetzt noch wird patriarchale Gewalt in unserer Gesellschaft unsichtbar gemacht. Und auch jetzt noch werden Feminizide als Einzelfälle abgetan. Und auch jetzt noch interessieren sich weder Staat noch Politik dafür, dass FLINTAs frei und sicher leben können. Stattdessen wird patriarchale Gewalt als “Ausländer-Problem” abgetan und dazu noch dreist als Argument für ihre rassistischen Ziele genutzt. Dabei wurde schon etliche Male bewiesen, dass geschlechtsspezifische Gewalt das Resultat einer patriarchalen, rassistischen und kapitalistischen Gesellschaft ist und keinen Zusammenhang zu Migration hat.
Medien und Verharmlosung
Wenn die Medien mal über einen Feminizid schreiben, ist ihre Berichterstattung aufmerksamkeitsheischend und daneben. Sie benutzen Begriffe wie Beziehungsdrama, reden vom spektakulären Mordprozess in Basel und verharmlosen durch ihre Wortwahl, was passiert ist. Nämlich, dass Männer sich dazu entschieden haben, ihre Freundinnen, Ex-Freundinnen, Mütter, Tanten, Schwestern umzubringen. Und dass Feminizide keine Einzelfälle sind. Denn wir leben in einem patriarchalen System, in denen wir und unsere Körper systematisch abgewertet werden. Dieses System ermöglicht Feminizide und verharmlost patriarchale Gewalt.
Staatsversagen und Täterschutz
Wir wissen von einem Fall, bei welchem die Staatsanwaltschaft einen möglichen Feminizid bereits von Anfang an als Unfall abgetan hat, obwohl bekannt ist, dass der Freund der Frau gegenüber mehrfach gewalttätig war in der Vergangenheit. Wieso wird nicht genauer hingeschaut? Wie viele Täter werden durch solche Entscheidungen durch die Staatsanwaltschaft oder die Polizei geschützt?
Wir zeigen Solidarität
Auf dem Ni una menos Platz (ehem. Helvetiaplatz) haben wir einen Ort des Widerstands errichtet – ein Ort unserer kollektiven Wut, Trauer und Erinnerung. Dieser Gedenkort macht Feminizide sichtbar und bringt sie ins Bewusstsein der Gesellschaft. Leider wird unser Gedenkort immer wieder zerstört. Doch wir können nicht zum Schweigen gebracht werden!
Wir geben diesen Ort nicht auf! Legt eure mitgebrachten Gedenken, Blumen, Parolen oder Gedichte um unser Denkmal, um den Ort am Leben zu erhalten!
Komm zu unserem Kennenlernen am 27. Mai um 18:30 Uhr. Wir erzählen dir, wer wir sind, wie wir arbeiten und was gerade geplant ist. Es gibt Raum für Fragen, Austausch und deine Ideen. Kein Vorwissen nötig 💜 Wir freuen uns auf dich!
FLINTA only
NI UNA MENOS❤️🔥
