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Feminizid

5. Feminizid in der Scheiz im Jahr 2026

5. Feminizid in der Schweiz im Jahr 2026: Am 6. Februar wurde in Staufen (AG) eine Frau getötet.
Am 6. Februar wurden eine Frau und ein Mann in ihrer Wohnung in Staufen im Kanton Aargau tot aufgefunden. Sie waren etwa 70 Jahre alt. Die Polizei schliesst ein Fremdverschulden aus und spricht von einem erweiterten Suizid. Wir kennen dieses Szenario nur zu gut. Wir werden wahrscheinlich wieder einmal keine weiteren Informationen über diesen mutmasslichen Femizid erhalten.
Wir wurden heute von unserer Community darüber informiert. Das war uns entgangen. Wir danken der Person, die uns diese Information mitgeteilt hat.

    Diese Umstände zeigen einmal mehr, wie wichtig es ist, Femizide zu erfassen (Zählung, Umstände usw.), was wir seit langem fordern, was uns aber von den Behörden verweigert wird.
    Darüber hinaus verdeutlichen diese Umstände auch die Notwendigkeit eines starken gemeinschaftlichen Engagements gegen diese Gewalt und die Bedeutung der Erfassungsarbeit. Jeder und jede kann zum Kampf gegen Feminizide beitragen. Es ist wichtig, zu handeln!

    Lasst euch nicht von Verzweiflung überwältigen, schliesst euch uns an, denn gemeinsam können wir für den Aufbau einer feministischen und solidarischen Gesellschaft kämpfen.

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    Feminizid

    4. Feminizide in der Schweiz im Jahr 2026

    Am 13. Februar wurde in Gnosca (TI) eine Frau getötet
    Einmal mehr erfahren wir, dass eine Person aufgrund ihres Geschlechts aus dem Leben gerissen wurde.
    Wir führen weiterhin eine Liste unserer Toten, denn wir sind ihnen diese Erinnerung schuldig. Eine Erinnerung, die Polizei und Justiz zu verhindern versuchen, indem sie sich weigern, die Feminizide beim Namen zu nennen.
    An alle, die diesen Beitrag mit traurigem und wütendem Herzen lesen: Ihr seid nicht allein! Lasst euch nicht von der Verzweiflung überwältigen, schliesst euch uns an, denn gemeinsam können wir für den Aufbau einer feministischen und solidarischen Gesellschaft kämpfen.
    An alle Männer, die sich anschicken, in paternalistischem Ton zu kommentieren, dass wir keinen Beweis dafür haben, dass es sich um einen Feminizid handelt: Wir haben fast nie Beweise dafür, dass es sich um einen Feminizid handelt! Wir beschuldigen niemanden, wir machen nur sichtbar, dass in der Schweiz jedes Jahr Dutzende von Frauen und queeren Menschen aufgrund der patriarchalischen Mentalität getötet werden.
    Feminizide sind kein unabwendbares Schicksal, sie werden dadurch ermöglicht, dass wir als Gesellschaft sexistische Gewalt tolerieren und banalisieren.

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    Blog

    Rückblick: Kundgebung gegen Feminizide 18. Februar 2026

    Am Mittwoch waren wir auf dem Ni-Una-Menos-Platz und setzten ein Zeichen gegen Feminizide. Wir errichteten unser Widerstandsdenkmal und sangen gemeinsam das Lied “Canción Sin Miedo” von Vivir Quintana.
    In den Kommentaren findet ihr Auszüge aus unserer Rede, mit der wir unserer Wut und Trauer Ausdruck gegeben haben.

    Wir sind wütend, dass wir im letzten Jahr 29 Feminizide zählen mussten. Wütend, dass wir in diesem Jahr bereits wieder 4 Feminizide zählen.

    Am 24. Januar tötet in Carouge (GE) ein Mann eine 52-jährige Frau in ihrer Wohnung.
    In Bellinzona wurde eine 41-jährige Frau von einem 61-jährigen Mann so schwer verletzt, dass sie noch vor der Ankunft der Ambulanz starb.

    In Staufen im Kanton Aargau ermordete am 6. Februar ein Mann seine Frau in ihrer gemeinsamen Wohnung. Beide waren ungefähr 70 Jahre alt. Anstatt von einem Feminizid spricht die Polizei von “einem erweiterten Suizid” und verschweigt damit den patriarchalen Machtanspruch des Mannes, der mit dieser Tat über das Leben der Frau verfügte.

    Eine Woche später, am 13. Februar lesen wir in der Zeitung, dass die Polizei die Leiche einer ermordeten Frau in Gnosca TI findet, zusammen mit der Leiche eines Mannes. Auch hier wiederholt sich das patriarchale Muster: Männer töten – sei es, um das selbstbestimmte Handeln von ihren Ex-Partnerinnen zu verhindern oder sei es, um dem vermeintlichen Gesichtsverlust gemäss ihrem traditionellen Männlichkeitsverständnis zu entgehen.

    Wir sind wütend auf die Täter, die meinen, über unsere Leben bestimmen zu können.
    Neben der Wut erfüllt uns eine tiefe Traurigkeit. Wir trauern um die Leben aller FLINTAs, die nicht mehr unter uns sind

    Diese vier Feminizide sind keine isolierten Taten. Sie sind möglich in einer Gesellschaft, in der die Leben von FLINTA systematisch für weniger wertvoll behandelt werdet. Jeder Feminizid ist ein gesamtgesellschaftliches Versagen.

    So ist bekannt, dass die Hälfte der Täter bereits vorher gewalttätig sind.
    Ein Drittel zeigte ein ausgeprägtes “Kontroll- und Dominanzverhalten”. Doch die Verantwortlichen der Politik, der Justiz und der Polizei schauen weg, schützen die Täter. Dafür gibt es unzählige Beispiele.

    So wissen wir von einer Frau, die in Zürich von ihrem Nachbarn mehrfach bedroht wurde. Zu ihrer Sicherheit musste sie schliesslich ausziehen – und nicht der Täter.

    Es fehlt an finanziellen Mitteln, am Willen und an Strategien, damit sich Frauen wie sie schnell und sicher aus ihrer angstvollen, lebensbedrohlichen Situation befreien können. Der Schutz von FLINTA hat in unserem System keine Priorität. Der Staat hat andere Prioritäten: Gelder fliessen in die Aufrüstung. Anstatt Gewalt zu verhindern, wird sie vom Staat befeuert und aktiv ausgeübt.

    Trotz der Wut und Trauer, die uns manchmal lähmt, werden wir nicht schweigen. Wir wissen, wir müssen uns selbst verteidigen, indem wir uns organisieren und weiter für eine Zukunft ohne Gewalt und Unterdrückung kämpfen.

    Schliess dich uns an. Komm mit uns gegen das mörderische und kriegerische Patriarchat auf die Strasse, das überall auf der Welt für Zerstörung und Leid sorgt.
    Heraus zum 8. März, dem feministischen Kampftag!

    Keine weniger! Wir wollen uns lebend!

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    Ni Una Menos ZH Aktuelles

    18. März 2026: Ni Una Menos Zürich Kennenlernen

    Feminizide sind keine Privatangelenheiten oder Einzelfälle, wie uns der Staat und die Medien glauben lassen wollen. Das patriarchale System ist tödlich für FLINTA-Personen. Du willst aktiv werden gegen Feminizide, oder erst mal reinschnuppern? Dann komm zu unserem Kennenlernen. Wir erzählen dir, wer wir sind, wie wir arbeiten und was gerade geplant ist. Es gibt Raum für Fragen, Austausch und deine Ideen. Wir freuen uns auf dich! Kein Vorwissen nötig 💜

    Zeit: Mittwoch, 18. März, 19:00 Uhr

    Treffpunkt: Bushaltestelle Kanonengasse

    FLINTA only

    NI UNA MENOS! Wir wollen uns lebend! ❤️‍🔥

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    Ni Una Menos ZH Aktuelles Veranstaltung

    25. Februar & 2. März 2026: Probe Performance gegen Feminizide

    Im Rahmen des 8. März wird die Performance von Las Tesis «un violador en tu camino» wiederbelebt. ✊ In den vergangenen Jahren hat die feministische Bewegung verschiedene Interpretationen dieser Performance gegen patriarchale Gewalt gezeigt.

    Für dieses Mal brauchen wir dich! Damit wir 100 Personen werden und eine starke und widerständige Performance gegen Feminizide zeigen können. Nehmt eure Genoss:innen mit. ✨

    Zweite Probe:

    💜 25. Februar um 19:00 Uhr

    Kasama, Militärstrasse 87A, 8004 Zürich

    Dritte Probe:

    💜 2. März um 19:00 Uhr

    Feministisches Streikhaus (im Bewegungsraum), Sihlquai 115, 8005 Zürich

    FLINTA only

    NI UNA MENOS! Vivas nos queremos!❤️‍🔥

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    Ni Una Menos ZH Aktuelles Veranstaltung

    18. Februar 2026: Kundgebung gegen Feminizide

    3 Frauen wurden dieses Jahr bereits in der Schweiz von Männern ermordet. 3 Feminizide, von denen wir wissen. 3 Feminizide zu viel!

    Wie viele „Einzelfälle” braucht es, dass das patriarchale System dahinter erkannt wird?

    Klagen wir das patriarchale System an, in dem Feminzide möglich sind und toleriert werden. Wir tragen kollektiv unsere Wut und Trauer heraus – für die Ermordeten, die Überlebenden, die Hinterbliebenen, für die Freiheit und für das Leben.

    Setzen wir erneut ein Zeichen des Widerstands gegen Feminizide, gegen den täglichen Sexismus, den weltweiten Rechtsrutsch & Staat, Medien und Cops, die patriarchale Gewalt legitimieren, ignorieren und verharmlosen.

    Lasst uns zeigen, dass wir uns gemeinsam gegen Feminizide organisieren – und zwar solange bis es nicht mehr nötig ist!

    Kundgebung
    – Mittwoch, 18. Februar 2026
    – 19:00 Uhr
    Ni una menos-Platz (ehem. Helvetiaplatz)
    ✨Bringen wir unsere kollektive Wut & Widerstand auf die Strasse und errichten wir ein Denkmal gegen Feminizide!
    ❗️Kommt vorbei, bringt eine Botschaft mit (z.B. eine kämpferische Parole, ein Gedicht), die wir an einem Gitter anbringen können. Diese können frei gestaltet sein und sollen unsere Trauer um die zerstörten Leben und unsere Solidarität miteinander ausdrücken.

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    Feminizid

    3. Feminizid in der Schweiz im Jahr 2026

    Sie wurde 26 Jahre alt. Mehr wissen wir nicht über sie. Was wir hingegen wisse, ist, dass sie gerne weitergelebt hätte. Sie hatte – wie wir alle – Träume, Pläne, Freund:innen, Hoffnungen… Jetzt musste sie sterben, weil ein Mann sich im Recht fühlte, sie zu töten.
    Einmal mehr sehen wir, dass Feminizide kein Alter, keine soziale Klasse, keine Nationalität haben… Das Einzige, was diese tragischen Todesfälle verbindet, ist, dass ein Mann sich das Recht herausnahm, einer Frau oder einer als weiblich angesehenen Frau das Leben zu nehmen – ein direktes Resultat der patriarchalen Kultur, die in der Schweiz herrscht!
    Wir trauen einmal mehr um eine Schwester, die wir nicht haben retten können. Vielleicht hat sie um Hilfe gebeten, hat gegen ihren Peiniger Anzeige erstattet… Die letzten Jahre haben uns in erschreckender Weise klar gemacht, dass das leider nicht ausreicht, um ein Leben zu retten.
    Wir sind mit ganzem Herzen bei den Menschen, die sie gekannt haben. Sie wird stark vermisst werden. Wir werden sie nicht vergessen. Jedes Opfer des Patriarchats ist eines zu viel! Deshalb müssen wir mit all unserer Kraft, all unserer Überzeugung und all unserer Solidarität gegen das Patriarchat kämpfen!