10 Feminizide — wir schweigen nicht!
Wir zählen dieses Jahr bereits 10 Feminizide in der Schweiz. Zehn Frauen und FLINTAs, die ermordet wurden. Zehn Leben, die ausgelöscht wurden. Und das System schaut weg.
Und auch jetzt noch wird patriarchale Gewalt in unserer Gesellschaft unsichtbar gemacht. Und auch jetzt noch werden Feminizide als Einzelfälle abgetan. Und auch jetzt noch interessieren sich weder Staat noch Politik dafür, dass FLINTAs frei und sicher leben können. Stattdessen wird patriarchale Gewalt als «Ausländer-Problem» abgetan und dreist als Argument für rassistische Ziele genutzt. Dabei wurde schon etliche Male bewiesen: geschlechtsspezifische Gewalt ist das Resultat einer patriarchalen, rassistischen und kapitalistischen Gesellschaft und hat keinen Zusammenhang zu Migration.
Wenn die Medien mal über einen Feminizid schreiben, ist ihre Berichterstattung aufmerksamkeitsheischend und verharmlosend. Sie benutzen Begriffe wie «Beziehungsdrama», reden vom «spektakulären Mordprozess» und verschleiern durch ihre Wortwahl, was wirklich passiert ist: dass Männer sich dazu entschieden haben, ihre Freundinnen, Ex-Freundinnen, Mütter, Tanten, Schwestern umzubringen. Feminizide sind keine Einzelfälle. Wir leben in einem patriarchalen System, in dem wir und unsere Körper systematisch abgewertet werden. Dieses System ermöglicht Feminizide und verharmlost patriarchale Gewalt.
Wir wissen von einem Fall, bei welchem die Staatsanwaltschaft einen möglichen Feminizid von Anfang an als Unfall abgetan hat obwohl bekannt war, dass der Freund der Frau gegenüber mehrfach gewalttätig war. Wieso wird nicht genauer hingeschaut? Wie viele Täter werden durch solche Entscheidungen von Staatsanwaltschaft und Polizei geschützt?
Auf dem Ni Una Menos Platz (ehem. Helvetiaplatz) haben wir einen Ort des Widerstands errichtet ein Ort unserer kollektiven Wut, Trauer und Erinnerung. Dieser Gedenkort macht Feminizide sichtbar und bringt sie ins Bewusstsein der Gesellschaft. Unser Gedenkort wird immer wieder zerstört. Doch wir können nicht zum Schweigen gebracht werden!
Wir geben diesen Ort nicht auf! Legt eure Gedenken, Blumen, Parolen oder Gedichte um unser Denkmal um den Ort am Leben zu erhalten.
NI UNA MENOS!
Wir wollen uns lebend! ❤️🔥
💜 Gemeinsam gegen Feminizide






