Am 18. Januar sind wir beim Anti WEF Winterquartier im Post Squat Wipkingerplatz 7, 1. Stock, 8037 Zürich ab 13:00 Uhr. Kommt vorbei holt euch den neuen Merch und supportet unsere Arbeit gegen patriarchale Gewalt. Ni una menos! Vivas nos queremos!
Am 18. Januar sind wir beim Anti WEF Winterquartier im Post Squat Wipkingerplatz 7, 1. Stock, 8037 Zürich ab 13:00 Uhr. Kommt vorbei holt euch den neuen Merch und supportet unsere Arbeit gegen patriarchale Gewalt. Ni una menos! Vivas nos queremos!
Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz 29 Frauen und feminisierte Personen ermordet. 29 Feminizide, von denen wir wissen. Kurz vor Ende des Jahres 2025 wurden auch in Liechtenstein zwei Frauen und ein Mann von einem weiteren Mann ermordet. Er begann darauf Suizid. Kämpfen wir kollektiv in Deutschland, Österreich und der Schweiz für ein schönes Leben, ohne patriarchale Gewalt, ohne Angst und ohne Feminizide! Setzen wir gemeinsam ein kämpferisches Zeichen an unserer Kundgebung! Wir wollen uns lebend! Ni una menos!
Wann: Samstag, 24. Januar
Wo: Ni-Una-Menos Platz (ehem. Helvetiaplatz)
Uhrzeit: 17:00 Uhr
Wer: All genders welcome
Sie war 71 Jahre alt und stammte aus dem Kosovo. Mehr ist derzeit nicht über sie bekannt. Unsere Gedanken sind bei ihr und ihren Angehörigen, bei all denen, die sie während der Feiertage am Jahresende vermissen werden. Denn patriarchale Gewalt lässt uns keinen Moment zur Ruhe kommen.
Wir sind wütend, denn dies ist bereits das 29. Leben, das in diesem Jahr durch patriarchale Gewalt ausgelöscht wurde. Statistiken aus Frankreich zeigen, dass mehr als 80 % der Opfer von Feminiziden Anzeige erstattet hatten. Für die Schweiz gibt es keine Zahlen, da wir in Sachen Prävention patriarchaler Gewalt Lichtjahre hinterherhinken. Aber indem wir die Opfer ignorieren und uns weigern, Unterstützungsangebote zu finanzieren, macht sich unser Staat des Massenmords schuldig.
Wir sind wütend, denn ohne die feministischen Aktivistinnen und die beiden ehrenamtlichen Journalistinnen von stopfemizid wüssten wir nicht einmal, wie viele Feminizide jedes Jahr in der Schweiz begangen werden. Und trotz all dieser Arbeit zur Erfassung von Feminiziden berichteten mehrere Westschweizer Zeitungen (rts, Heidinews, La Liberté) im vergangenen November von 22 Feminiziden, obwohl 28 gemeldet worden waren! 22 Feminizide im November 2025 – diese Zahl erhält man, wenn man chatGPT danach fragt oder die Anzahl der Daten zählt, anstatt die Anzahl der von der Website stopfemizid erfassten Opfer zu zählen. Die Tatsache, dass Journalist*innen sich so wenig um die Zahl der Feminizide kümmern, ist ein Mass für das Interesse, das wir als Gesellschaft diesem Thema entgegenbringen.
Aber wenn wir uns schon nicht auf unsere Regierung und die Medien verlassen können, können wir uns zumindest auf feministische Gruppen verlassen, die unermüdlich dafür kämpfen, dass wir eines Tages in einer wohlwollenden und diskriminierungsfreien Gesellschaft leben können.
24. Dezember 2025
Aus den Medien haben wir erfahren, dass zwei Frauen im Alter von 68 und 45 Jahren sowie ein 73-jähriger Mann in Vaduz tot aufgefunden wurden. Am Rheinufer wurde ebenfalls eine Leiche gefunden, die eines 41-jährigen Mannes, der vermutlich der Sohn und Bruder der Opfer von Vaduz ist. Die Presse berichtet, dass er Geldprobleme hatte und gerade wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten entlassen worden war.
Die Polizei weigert sich, wie so oft, weitere Informationen preiszugeben. Aber das Muster ist so klassisch, dass es uns das Blut in den Adern gefrieren lässt. Ein Mann, der mit scheinbar unlösbaren Schwierigkeiten konfrontiert ist und lieber seine ganze Familie umbringt, als sich seinen Problemen und Lügen zu stellen. Ein reines Produkt unserer patriarchalischen Gesellschaft, in der Männer es nicht ertragen können, die Kontrolle zu verlieren. Wann werden wir endlich Jungen dazu erziehen, ihre Gefühle auszudrücken und zu kontrollieren? Wann werden wir aufhören, es für normal zu halten und zu akzeptieren, dass Männer Wutanfälle bekommen?
Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer. Wir wünschen ihnen viel Kraft, um diese Trauer in der Weihnachtszeit zu überstehen.
Einige Eindrücke von der Demonstration in Form von Fotos und Mitschriften der Reden.



Euer Krieg – Unser Blut
Wir begrüssen den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen* im Schatten von Konflikten und Kriegen, die von einem männlich dominierten Weltbild geleitet werden. In Palästina, im Sudan, in Afghanistan, in Kurdistan und leider an viel Orten mehr sind die Gesellschaften Massenmorden, Vertreibung und Migration ausgesetzt. Lebensräume werden zerstört, und das kulturelle und soziale Gedächtnis, dass Frauen* verschiedener Herkünfte tragen, wird bewusst ausgelöscht. Wir gedenken an diesem Tag mit Respekt und Dankbarkeit all jener Frauen*, die als Märtyrer*innen im Kampf für die Freiheit der Frauen* gefallen sind und die durch die Gewalt des patriarchalen Staates getötet wurden. Die patriarchale Denkweise bekämpft den Widerstand von Frauen rücksichtslos mit allen Mitteln. Von Männern dominierte Regierungen fürchten sich seit jeher zutiefst vor rebellierenden und sich organisierenden Frauen. Denn Frauen decken durch ihren Kampf zunehmend deren zerstörerische Politik auf und verschärfen den Widerstand. Dies zeigt sich heute immer deutlicher in den wachsenden Frauenbefreiungsbewegungen weltweit. Die grösste Kraft gegen dieses frauenfeindliche System ist heute die organisierte Macht der Frauen. Wir müssen die Stärke und das Erbe des Frauenkampfes – von den Mirabal-Schwestern über Sakine Cansız bis hin zu Rosa Luxemburg – annehmen und soziale und demokratische Werte neugestalten, indem wir unsere eigene Kraft entfesseln, durch Handeln kämpfen und uns im Kampf befreien. Geschlechtsspezifische Gewalt ist in erschreckendem Ausmass präsent. In Deutschland wurden im laufenden Jahr bereits über 250 Frauen durch tödliche Gewalt aus dem Leben gerissen, in der Schweiz sind es 28. Nach Schätzungen werden jährlich über 80.000 Frauen durch patriarchale Gewalt getötet – eine erschreckende Bilanz des globalisierten Feminizids.

Der Femizid an Dilan K., die Anfang November in Ludwigshafen von ihrem Ehemann vor den Augen ihrer Kinder ermordet wurde zeigt uns auch, dass wir unermüdlich an diesem Kampf beharren müssen, denn ihre Opfer sind unsere Weggefährtinnen. Solche Taten sind keine Einzelfälle, sondern Ausdruck eines tief verwurzelten patriarchalen Systems.
Die feminisierte Subjektposition wurde über Jahrtausende hinweg durch strukturelle, symbolische und physische Gewalt reglementiert, domestiziert und diszipliniert. Die soziale, kulturelle und politische Unsichtbarmachung von Frauen sowie die Aneignung ihrer Körper, ihres Wissens, ihrer Arbeit und ihrer Lebenszeit konstituieren die Grundlage dessen, was wir als geschlechtsspezifische Gewalt im weiteren Sinne fassen müssen. Diese Gewalt ist nicht privat, nicht punktuell, nicht individuell. Sie ist systematisch, global und eingebettet in die kapitalistische Moderne, deren Strukturprinzipien auf Geschlechterhierarchien, Kolonialität und Ausbeutung beruhen.
Wir Frauen, die wir gegen männerdominierte Denkmuster und jeglichen männlichen Reaktionismus kämpfen und die wir uns mit dem Ziel organisieren, dass keine einzige Frau unorganisiert bleibt, wissen, dass unser gemeinsamer und organisierter Kampf wichtiger denn je ist. Die Grundlage für eine geschlechtergerechte Gesellschaft liegt in der Reaktivierung kommunalistischer, egalitärer und ökologischer Formen des Zusammenlebens. Die patriarchale Moderne hat über Jahrhunderte hinweg emanzipatorische Praktiken zerstört: durch Kolonialisierung, Kapitalisierung, Technokratisierung. Der Aufbau von geschlechtergerechten Kommunen, von Solidarökonomien und partizipativen Entscheidungsstrukturen ist deshalb nicht nur Ziel, sondern Notwendigkeit.

Der 25. November ist für uns also kein Gedenktag, sondern ein politischer Moment. Wir begegnen ihm mit der Energie der Hoffnung und der Radikalität feministischer Praxis. Unser Ziel bleibt ein Leben frei von Gewalt –ökologisch, sozial, politisch, kulturell und epistemisch.
Es lebe der gemeinsame Kampf der Frauen. Jin, Jiyan, Azadî.
Ich stehe hier für meine Freundin welche nachdem sie eine Feminizidversuch überlebt hat direkt mehrere Stunden bei der Polizei ausgesagt hat und dann wieder in die blutverschmierte Wohnung zurückging ohne das ihr irgendeine Art von Unterstützung oder alternativer Schlafensplatz angeboten wurde. Da der Täter schon in U-Haft war.
Desshalb fordern wir:

Ich stehe hier für meine Freundin welche Woche für Woche ihr Kind beim Täter abgeben muss, Elternabende und andere Termine absagt da sie nicht ohne persönlichen Support mit dem Täter in einem Raum sein kann ohne eine Panikattacke zu haben und Tage davor und danach eingeschränkt zu sein.
Da sie aufgrund fehlender Beweise und dem akutellen Recht keinen Schutz bekommt.
Deshalb fordern wir:
Ich stehe hier für meine Freundin welche nach Monaten im Frauenhaus zurück zum Täter gegangen ist weil sie als migrantische Person keine Wohnung, Arbeit und ausreichende Kinderbetreuung gefunden hat und sie im Frauenhaus Druck gemacht haben das sie eine Anschlusslösung brauche.
Deshalb fordern wir:
Ich stehe hier
Für meine Freundin die in ein anderes Land geflüchtet ist um sich und ihre Kinder zu schützen. In einem Land in dem ihre Gefahrenlage als gefährlicher eingeschätzt wird als in der Schweiz. Sie befindet sich nach zwei Jahren immer noch in einem Schutzort, darf ihre Familie nicht treffen weil es zu gefährlich sei und zur gleichen Zeit ist der Täter in der Schweiz frei auf Bewährung.
Deshalb fordern wir:
Ich stehe hier für meine Freundin welche vergewaltigt wurde, und dem Täter nachdem er jahrelang kein Interesse am Kind gezeigt hat die alternierende Obhut zugesprochen wurde . Meiner Freundin wird nun gedroht das ihr Kind fremdplatziert werde wenn sie es nicht zwingt die vorgesehenen Besuche wahrzunehmen, dies obwohl sie ihren Erzeuger nicht kennt und vorallem nicht vertraut.
Die Besuche mit einem Mann welcher sexuellübergriffig nicht nur der Mutter sondern auch dem Kind gegen über war.
Deshalb sind wir gegen :
Ich stehe hier für meine Kinder, meine Kinder welche die Schläge, die Tritte und die Angst schon in meinem Bauch gespürt haben und später schlimmeres miterleben mussten.
Deshalb fordern wir:
Ich stehe hier für mich weil ich irgendeinmal gerne neben einer Person mit einem Messer in der Hand in der Küche stehen will ohne Backflashs und Angst zu haben das es in mich gestochen wird. Für mich weil ich nicht mehr bei jedem Auto das aussieht wie seines direkt einem höheren Plus bekommen will und auch das abchecken des Nummersschilds nichts an meinem Zustand ändert. Für mich, weil ich nach genau 21 Monaten so unfassbar viel geschafft habe. Und es liebe die Person zu sein, die ich jetzt sein kann.

Deshalb fordern wir:
Ich stehe hier für mich, für alle Überlebenden, für die Kinder welche miterlebten und miterleben was ihren Liebsten angetan wurde und wird, für alle welche ermordet wurden und deren überlebenden Kinder und Angehörigen.
Ni una menos


Erste Zeugnis
Lebendig, aber für immer gezeichnet.
Aufrecht, aber nicht komplett.
Ich habe im Januar 2023 Anzeige erstattet, weil ich in meiner Wohnung halb totgeschlagen wurde.
Ich sage es ganz klar und ohne Übertreibung:
Man hat versucht, mich zu töten.
Ich wurde geschlagen, gedemütigt, zerstört. Dann wurde ich wie ein Stück Müll auf dem Boden meiner Wohnung liegen gelassen, blutüberströmt.
Und heute wird nicht mein Angreifer in Frage gestellt, sondern ich.
Ich, die Überlebende.
Ich, die Frau, die es gewagt hat, um Hilfe zu bitten.
Ich, die die Wahrheit gesagt hat.
Verstehen Sie, was das bedeutet?
Ich habe überlebt.
Ich bin geflohen.
Ich habe die Kraft gefunden – oder das, was davon übrig war –, um zur Polizei zu gehen.
Als ich dort mit zitternden Beinen, gebrochenem Herzen und noch sichtbaren blauen Flecken hereinkam, sagte ich: Ich habe Angst.
Ich sagte: Er hätte mich fast getötet.
Ich sagte: Beschützen Sie mich.
Und man stellte mir Fragen.
Zu den Fakten. Zu meiner Beziehung. Zu allem.
Ich habe die Wahrheit gesagt.
Mehr nicht.
Weil ich noch naiv glaubte, dass die Wahrheit schützt.
Weil man mich darum gebeten hat.
Und heute zeigt niemand mit dem Finger auf ihn.
Nicht auf den, der mich geschlagen, beleidigt, gebrochen, terrorisiert und misshandelt hat.
Sondern auf mich.
Auf mich, die Überlebende.
Nicht, weil ich gelogen habe.
Nicht, weil ich diffamiert habe.
Sondern weil ich überlebt habe und erzählte, was ich erlebt habe.
Weil ich es gewagt habe, darüber zu sprechen.
Weil ich in einer offiziellen Anhörung eine Frage beantwortet habe.
Weil ich enthüllt habe, was ich eigentlich geheim halten sollte.
Was mir widerfährt, ist nichts Alltägliches.
Es ist ein Knebelprozess.
Ein Versuch, mich ein zweites Mal zum Schweigen zu bringen.
Denn beim ersten Mal hat man es mit Schlägen, mit Gewalt versucht.
Und jetzt versucht man es mit dem Gesetz.
Und ich frage euch, die mit mir hier sind: Wisst ihr, wie es sich anfühlt, zu denken, dass man unter den Schlägen eines Menschen sterben wird, den man geliebt hat?
Sich im Spiegel anzusehen und sich selbst nicht mehr wiederzuerkennen?
Weiter zu existieren, aber nur noch wie ein Schatten?
Versteht ihr, was es kostet, darüber zu sprechen?
Die Details noch einmal durchzugehen?
Die Szene immer wieder zu durchleben, bis man nicht mehr schlafen kann?
Ich sage es euch, mit aller Kraft, die mir noch bleibt:
Ich werde nicht schweigen.
Weil dieses Schweigen mich fast umgebracht hat.
Weil in diesem Schweigen jeden Tag andere Frauen sterben.
Und weil meine Stimme, so gebrochen sie auch sein mag, immer noch mehr wert ist als ihre Lügen.
Meine Worte werden als Waffe gegen mich verwendet.
Man will mich zur Schuldigen machen.
Man will mich zu einer Warnung machen.
Zu einer Drohung für alle anderen:
„ Wenn ihr redet, werdet ihr enden wie sie.“
Ich bin ein Spiegel.
Ich zeige, was dieses System Überlebenden wie mir antut.
Ich bin der Beweis dafür, dass man selbst nach dem Entkommen vor dem Tod noch kämpfen muss, um das Recht zu haben, zu erzählen, was man erlebt hat.
Aber ich stehe aufrecht.
Und ich schaue euch an, die ihr an meiner Seite kämpft.
Und ich sage euch Folgendes:
Ich lebe.
Und wenn man mich verurteilt, trifft das nicht nur mich.
Man sendet eine Botschaft an die anderen Opfer:
„Wenn du überlebst, schweige. Sonst wirst du dafür bezahlen.“
Und diese Botschaft werde ich nicht zulassen.
Deshalb frage ich euch hier und jetzt, vor euch allen:
Ist das Gerechtigkeit?
Diese einschüchtern, welche überlebt haben?
Diejenigen verfolgen, die es gewagt haben, um Hilfe zu bitten?
Die Rollen werden vertauscht.
Das Opfer wird zur Angeklagten.
Und der Täter wird zum Geschädigten.
Aber seht ihr das nicht?
Das ist eine Strategie.
Eine Einschüchterung.
Eine stille Warnung:
„Sprich, und du wirst dafür bezahlen.“
Ich bin gekommen, um Gerechtigkeit zu suchen.
Und nun muss ich mich dafür rechtfertigen, dass ich überlebt habe. Ich bin nicht hier, um mich meiner Verantwortung zu entziehen.
Ich bin hier, um das Schweigen zu verweigern.
Um die Ungerechtigkeit zu verweigern.
Zu verweigern, dass denjenigen, die bereits zerstört wurden, noch mehr Demütigung zugefügt wird.
Und ich spreche auch für all diejenigen, die es nicht mehr können.
Diejenigen, die nicht überlebt haben.
Diejenigen, die Angst hatten, zu sprechen.
Diejenigen, die durch Schweigen oder durch Verfahren, die sie zum Schweigen bringen sollten, erdrückt wurden.
Denn nicht nur ich werde verurteilt.
Man verurteilt alle Überlebenden.
Man sagt ihnen:
„Wenn du den Mund aufmachst, wird auf dich mit dem Finger gezeigt.“
Deshalb sage ich euch, von Angesicht zu Angesicht:
Ihr könnt mich anklagen, aber ich bin keine Kriminelle.
Ich bin eine Frau, die man zum Schweigen bringen wollte.
Und ich spreche. Für mich. Für sie. Für uns alle.
Ihr werdet mich nicht zum Schweigen bringen.
Ihr werdet mir meine Stimme nicht nehmen.
Und wenn ich heute hier vor euch stehe und zu euch sprechen kann, dann deshalb, weil es einen Sieg gegeben hat.
Am 13. Oktober, nach einer Kundgebung vor dem Gericht, nach euren Stimmen, eurer Anwesenheit, eurer Kraft, wurde ich freigesprochen.
Freigesprochen.
Dieses Wort ist für mich nicht nur ein Urteil.
Es ist der Beweis, dass wir nicht allein sind.
Es ist der Beweis, dass Kämpfen das umstürzen kann, was wir für unveränderlich hielten.
Es ist der Beweis, dass Solidarität und Schwesterlichkeit, ein System, das uns unterdrückt, zerbrechen können.
Dieses Urteil ist nicht nur mein Sieg.
Es ist eurer.
Der Sieg all derer, die sich geweigert haben, dass ich erneut zum Schweigen gebracht werde.
Der Sieg all der Frauen, die Gewalt erlebt haben und trotzdem weitermachen.
Der Sieg all derer, die noch nicht die Kraft haben zu sprechen, aber unsere Stimmen hören und wieder Hoffnung schöpfen.
Ich möchte denen danken, die mich unterstützt, begleitet und wieder aufgebaut haben.
Denen, die mit mir geschrien, mit mir marschiert und mit mir gewacht haben.
Denen, die es gewagt haben, darüber zu sprechen, auch leise, auch voller Angst.
Denn jedes Mal, wenn eine Frau spricht, jedes Mal, wenn eine Überlebende das Schweigen bricht, wird unsere ganze Kette stärker.
Mein Freispruch ist ein Sieg, ja.
Aber er ist nur ein Schritt.
Denn solange andere Frauen beschuldigt werden, überlebt zu haben, solange die Angst uns mundtot machen will, werden wir weitergehen, weiterreden, weiter anprangern, weiterkämpfen.
Danke euch.
Danke für euren Mut.
Danke, dass ihr an meiner Seite steht.
Und ich verspreche euch:
Solange es noch eine Frau gibt, die zum Schweigen gebracht werden soll, werde ich weiter sprechen.
Zweite Zeugnis

Es hat mich viel Mut gekostet, heute hier vor euch zu stehen und das Wort zu ergreifen.
Aber ich wollte dieses Schweigen brechen, in das ich mich zurückgezogen hatte, dieses Schweigen, das mich dazu gebracht hat, die Gewalt zu leugnen, die für immer in meinem Wesen verankert ist.
Wie leider viele Frauen habe auch ich in meiner Beziehung Gewalt erlebt. Und als ich einen Psychologen um Hilfe bat, um da herauszukommen, hat er seinerseits Macht über mich ausgeübt, um mich sexuell zu missbrauchen. Ich habe vier Jahre gebraucht, um mir dessen bewusst zu werden und langsam aus meinem Zustand der Fassungslosigkeit herauszufinden. Und ich glaube, ich werde mehr als ein Leben brauchen, um die Wunde zu heilen, die er in mir hinterlassen hat. Denn ja, das ist die Realität sexistischer und sexueller Gewalt: zerbrochene Leben, Frauen, die für immer Wunden davontragen, die sie gerne loswerden würden.
Aber es sind auch starke Frauen, die für den Schutz ihrer Schwestern, Töchter und Freundinnen kämpfen und daran glauben wollen, dass sich diese Welt ändern kann. Mehr kann ich heute nicht sagen, aber ich danke euch allen, dass ihr hier sind, um unser Leben zu verteidigen.


Hallo Zusammen, es ist bestärkend euch alle hier zu sehen ! Bonsoir, ca donne de la force de vous voir touxtes ici !
Der 25. November ist der internationale Tag gegen patriarchale Gewalt, mit dieser autonomen Demonstration, unter TINFA* Personen, wollen wir uns die Stadt zurücknehmen.
Die direkte Gewalt, die uns täglich umgibt, bedrückt uns, versucht uns aus dem öffentlichen Raum zu verdrängen, uns zu isolieren, uns die Hoffnung zu nehmen und uns handlungsunfähig zu machen. Diese Gewalt ist Teil eines Systems. Täter sein hat System. Wir lehnen uns auf gegen diese Systeme der Unterdrückung: laut, wütend, feministisch, antifaschistisch, gemeinsam und international!
Die Veranstaltung ist TINFA*only ohne cis-Männer. Wir möchten, dass diese Veranstaltung ein inklusiver Raum für alle trans*, inter*, nicht-binären, agender Personen und für Frauen ist. Das Gender einer Person kann nicht von Aussen erkannt werden, es beruht auf Selbstdefinition. Wir wünschen uns einen wohlwollenden Umgang mit allen Menschen die hier sind.
Überall gewinnen faschistische Kräfte an Macht und gefährden unser Leben. Unser Selbstbestimmungsrecht wird immer stärker eingeschränkt, traditionelle Werte werden gestärkt. Unser Kampf richtet sich gegen das Patriarchat, den Kolonialismus und den Kapitalismus. Diese Unterdrückungssysteme verstärken sich gegenseitig und funktionieren als Ganzes. Sie verfolgen die imperialistische Logik, die Profit über Menschenleben stellt, wie in Palästina und auch im Sudan.
Mit der heutigen Demonstration wollen wir der patriarchalen Gewaltsspirale eine hoffnungsvolle Perspektive entgegensetzen! Wir erschaffen neue Welten, frei von Dominanz und willkürlicher Hierarchie. Frei von den strukturellen Bedingungen die uns spalten und vereinzeln. Frei von Rassimus und Klassenwiderspruch. Welten in denen Reproduktionsarbeit von allen getragen wird und fair bezahlt ist. Wir kultivieren Beziehungsweisen, in denen Fürsorge zum Alltag aller gehört! Wir durchbrechen binäre Geschlechterrollen und jegliche Normen! Lasst uns gemeinsam unsere Vorstellungskraft herausfordern! Lasst uns eine Welt erträumen, die auf unsere Bedürfnisse angepasst ist. Lasst uns kämpfen, zärtlich und fürsorglich für Freiheit und Gerechtigkeit. Wir bauen auf den Kämpfen früheren Generationen auf und reihen uns ein, in die lange Geschichte des feministischen Widerstands.
Wir sind viele und wir sind laut! Und wir haben die Zuversicht, dass eine andere Welt möglich ist! Für ein selbstbestimmtes und sicheres Leben aller. Von Trauer zu Wut, von Wut zu Widerstand.

Täterschema
Du seisch, dasmer di nid iz Täterschema inedrücke söue,
so aus hätte mir id Opfer-Schublade wöue
Was higerlaht paar Jahrtuusige Patriarchat;
es kollektivs Trauma&Macho-Staat
Si säge: ” bi ke Rassist, ha Usländerfründe ou”
Du seisch: “i bi ke Sexist, i kenne ou e Frou”!?
Du seisch, z Patriarchat gäbs nüm i däm Teil vor Wäut
sig zwar scho chli ungerächt gliich Arbeit, weniger Gäut
Du redsch vo Lohnunglichheit
i vo rapeculture
du vo Militärdienst
i vo mire Muetter!
U vo mire Schwöschter queere Fründ*inne o,
si au belästigt worde,
d Täter drvo cho
Nei mir si nid woke,
mir si hässig!
“Mir si aui gliich”,
jah wou eher so chli mässig
Üsi Körper, Meinig, Liebi-
ds ghört aues üs
si nid öiies Eigetum,
öii Ziit louft us!
Du meinsch i übertribe, wenni när so Texte schribe?!
Natürlech wär dr lieber mir
würde schwige
Wiu das di unschuldig trifft-
i schutt dr Eis id Eier-
isch unwarschiinlecher aus dases mau di Richtige würd breiche
Bi nid us dim Rippi gmacht-
i riss dr eis us,
i hüete dir ou nid Herd&Huus
Wiu das di unschuldig trifft-
i schutt dr Eis id Eier-
isch unwarschiinlecher aus dases mau di Richtige würd breiche
Du sisch Gliichberächtigung hie sigi erreicht,
ds gloubsch du ou nur
wius di nid breicht
Solang wiis-cis-hetero-männlech
öii Norm isch
wärde mir nid ernscht gnoh,
si per Definition komisch
We mr wehre simr Kampflesbe,
psycho, verrwirrt,
histerisch oder vom Gender-Wahnsinn infisziert
Erläbes Deheim, Schul, Zug,
ufm Arbeitswäg
Vergwaltigung&Femizid si d
Spitze vom Iisbärg
Das patriarchali Logike drfür dr
Närbode schaffe,
hesch du nid kapiert,
hesch”nur chle wöue gaffe”?!
Üsi Körper, Meinig, Liebi-
ds ghört aues üs
si nid öiies Eigetum
öii Zit louft us
Du meinsch i übertribe, wenni när so Texte schribe?!
Natürlech wär dr lieber mir
würde schwige
Wiu das di unschuldig trifft-
i schutt dr Eis id Eier-
isch unwarschiinlecher aus dases mau di Richtige würd breiche
Bi nid us dim Rippi gmacht-
i riss dr eis us,
i hüete dir ou nid Herd&Huus
Wiu das di unschuldig trifft-
i schutt dr Eis id Eier-
isch unwarschiinlecher aus dases mau di Richtige würd breiche
Monschter
Si lovebombe di geziehlt, aus wärsch e umkämpfti Grossstadt,
s sig wahri Liebi- u du bisch eifach so chli platt
Si wei z Beschte für di, kenne di besser aus du säuber
u liebe di gliich- “mir au hei Liiche im Chäuer”
Si wüsse wasde wosch,
wiu si si i dim Chopf
U wed “Nei” seisch,
hesch eich “Ja” gmeint
När brache si dr Bei, wärfe dr vor dasd nid chasch loufe
zum Glück hesch jah ihn, wo dr cha häufe
Ize chnöilisch hie u
du dänksch: “#MeToo,
aber ha no uf de Chnöi meh Rückgrad aus du!”
U du bisch eh nur hie unge zum di Stouz zämezsammle
ds passiert doch nid dir,
sondern so Andre
D Gisele seit, s söu d Sitte wächsle, schäme söue sech Die,
doch we dr die Wäut aluegsch passiert ds äue nie
Ire Gseuschaft wo “du Opfer”
e Beleidigung isch
u Presidänt wirsch
seisch: ” Grab them by the pussy”
Luegsch i Spiegu, fragsch di wär de bisch
Frankensteins Monschter
oder Nemesis
Black widow,
black mamba- wär ischs?
Houptsach schwarz wi dini Aura
Luegsch i Spiegu, fragsch di wär de bisch
Frankensteins Monschter
oder Nemesis
Aufem roadtrip,
wie Thelma&Louise
Immer Vougas i Abgrund
Nei Will Hunting, dini Schuld
ischs nid,
aber s bisch gliich du wo muess
läbe drmit
Verstecksch di im schwarze Loch
wiu ds geit nie verbi
Chüssi übere Chopf,
gächtet aus depressiv
Machsch Party, schlasch dri,
vöglisch gäg z Patriarchat
hoffsch ds im Ruusch
Wuet&Scham nachelaht
När säge si, du sigisch verrückt
Säubschterfüllendi Phrophezeig:
irgendeinisch bischs würk!
U när isch de Brief cho us däm Kaff im Emmitau
oder däm im Ruum Bern-
irgendwenn emau
Si dürlüüchte ds Läbe, öb z Rächt hesch di z beschwäre,
aus öb si au
Tatort-Kommissar*inne wäre
Bisch es Huscheli- liechts Opfer
oder Psycho-Bitch
u we ds so isch
de hesches villech ou verdient
Hesch jah nid würk “Nei” xeit,
di nid gwehrt, oder?!
Was: “protect your daughter”!?
educate your son!
Luegsch i Spiegu, fragsch di wär de bisch
Frankensteins Monschter
oder Nemesis
Black widow,
black mamba- wär ischs?
Houptsach schwarz wi dini Aura
Luegsch i Spiegu, fragsch di wär de bisch
Frankensteins Monschter
oder Nemesis
Aufem roadtrip,
wie Thelma&Louise
Immer Vougas i Abgrund
Ni Una Menos Zürich
Am 3. Dezember versammeln wir uns auf dem Ni Una Menos-Platz, um unsere Stimmen zu vereinen und den öffentlichen Raum mit Solidarität, Widerstand und Wärme zu füllen.
Gemeinsam singen wir “Canción Sin Miedo” 🎶 Ein Lied, das die Namen der Ermordeten trägt, das unsere Wut hörbar macht und unsere kollektive Kraft stärkt.
Wir kommen zusammen, um daran zu erinnern, dass patriarchale Gewalt kein Einzelfall ist, sondern ein strukturelles Problem.
Wir kommen zusammen, weil wir nicht schweigen.
Wir kommen zusammen, weil jede von uns zählt.
Unsere Stimmen gehören uns. Unsere Körper gehören uns. Unser Leben gehört uns.
Gegen Feminizide und patriarchale Gewalt ✊💜
Datum: Mittwoch, 3. Dezember 2025
Ort: Ni Una Menos-Platz (ehem. Helvetiaplatz)
Zeit: 19:00 Uhr
Wer: Open for all gender
🟣 Kommt vorbei, bringt eure Freund*innen, bringt eure Stimmen.
✨ Es gibt Glühwein und Punsch gegen einen Soli-Kässeli-Beitrag. ✨
NI UNA MENOS!
VIVAS NOS QUEREMOS! ❤️🔥

Am 9. November wurde eine Frau in Truttikon (ZH) getötet
Wütend und traurig lesen wir in den Medien erneut von einem Feminizid. Die 65-jährige Frau mit philippinischen Wurzeln wurde von ihrem Ehemann getötet, welcher sich dann suizidiert hat. Mehr werden wir über die Frau wahrscheinlich nie erfahren. Jedoch hinterlässt sie Menschen, die sie geliebt haben und nun um sie trauern. Ihnen wünschen wir ganz viel Kraft!
Hinter jedem Feminizid steckt ein ausgelöschtes Leben, eine Person, die aus dem Leben gerissen wurde. Wir wollen an die Frau gedenken und uns erinnern, warum es notwendig ist, dass wir uns gegen patriarchale Gewalt organisieren.
Wir wissen, dass Feminizide kein individuelles „Beziehungsdrama“ sind, sondern Ausdruck eines Systems, das Frauen, queere und marginalisierte Menschen entwertet und kontrolliert. Jeder Feminizid ist politisch. Jeder Feminizid zeigt, dass patriarchale Gewalt weder „Einzelfall“ noch „unvorhersehbare Tragödie“ ist, sondern das Resultat eines alltäglichen Kontinuums von Abwertung, Kontrolle, Einschüchterung und Gewalt.
Unser Kampf richtet sich gegen ein Patriarchat, das solche Taten erst möglich macht – gegen Strukturen, die Täter schützen und Betroffene alleine lassen.
Wir wissen: Unser Schutz liegt auch in unseren eigenen Händen. In unseren Solidaritätsnetzwerken, in unseren Communities, in unseren kollektiven Fähigkeiten, uns gegenseitig zu unterstützen, zu stärken und sicherer zu machen. Wir setzen auf gegenseitige Hilfe, auf Bildungsarbeit, auf praktische Solidarität und auf konsequente Benennung dieser Gewalt – immer und überall.
Lasst uns wütend bleiben. Lasst uns organisiert bleiben.
In Gedenken an die Frau aus Tuttikon und alle unsere ermordeten Geschwister. Wir werden euch nie vergessen – und wir werden nicht aufhören zu kämpfen.

Am 8. November 2025 wurde eine 51-jährige Frau in ihrer Wohnung im Stadtzentrum von Lausanne tot aufgefunden. Auch der Körper ihres Ehemanns wurde entdeckt. Sein Suizid wurde bestätigt.
Die Behörden äußern sich bisher weder zu den Umständen des Todes der Frau noch zu möglichen Gewaltvorgeschichten.
Wir kennen dieses Szenario nur zu gut: Eine Frau wird tot aufgefunden, ein Mann begeht anschließend Suizid, und die Behörden schweigen. In der überwältigenden Mehrheit der Fälle steht dies im Kontext von Femiziden. Wir werden dies so benennen, solange das Gegenteil nicht bewiesen ist.
Auch die Tageszeitung 24 heures fragt nach der Möglichkeit eines Femizids und verweist auf gewisse Schwierigkeiten: im Wohnumfeld gehörte Streitigkeiten, gesundheitliche Probleme, schwierige Lebenssituationen. Wir bleiben jedoch kritisch gegenüber dieser Herangehensweise, die, indem sie zu verstehen versucht, „was schiefgelaufen ist“, den Blick von der eigentlichen Gewalt ablenken kann.
In einer Gesellschaft, in der sich Femizide wiederholen, wissen wir: Krankheit, Stress oder finanzielle Schwierigkeiten sind keine Ursachen. Sie rechtfertigen weder Herrschaft noch Tod.
In der Schweiz findet alle zwei Wochen ein Femizid statt. Sollte dieser Tod auf die lange Liste hinzukommen, wäre es der 27. Femizid, den unser Kollektiv in diesem Jahr dokumentiert hat.
Wir schreiben mit Trauer, Wut und Erschöpfung.
Wir wiederholen: Femizide sind keine Einzeldramen, sondern die Folge eines patriarchalen Systems.
Das Patriarchat tötet. Es muss fallen. Gemeinsam kämpfen wir.
Nach einem weiteren Übergriff ihres Ex-Partners fand Océane den Mut, Hilfe zu suchen und Anzeige zu erstatten. Im Laufe des Verfahrens wurde sie auf Antrag der Polizei dazu veranlasst, weitere rechtswidrige Handlungen ihres Angreifers zu melden. Zwei Jahre später sitzt sie jedoch selbst auf der Anklagebank und wird wegen falscher Anschuldigung verfolgt, nur weil sie bei ihrer polizeilichen Vernehmung die Fragen der Ermittler beantwortet hat. Diese Umkehrung der Verantwortlichkeiten stellt die Justiz grundlegend in Frage und wirft ein beunruhigendes Phänomen ans Licht: Schikaneklagen, also Verfahren, die gegen Opfer angestrengt werden, um sie einzuschüchtern, zum Schweigen zu bringen oder dazu zu bewegen, ihre Anzeigen zurückzuziehen. Océane hatte den Mut, diesen Prozess als Plattform zu nutzen, um Maulkorb-Prozesse und ganz allgemein die Gewalt, die das Justizsystem Überlebenden antut, anzuprangern. In erster Instanz wurde Océane zu einer Zahlung von 600 Franken an ihren Angreifer verurteilt, diesmal wurde sie jedoch freigesprochen. Ein schöner Sieg für sie und alle, die sich für sie eingesetzt haben!
In diesem Video liest Océane die ergreifende Rede vor, die sie vor dem Gericht in Martigny gehalten hat.
