
In der Nacht vom 23. auf den 24. Januar 2026 beginnt unsere diesjährige Statistik, die uns wie immer mit Wut und Trauer erfüllt. Am 24. Januar gegen 4 Uhr morgens wurde eine Frau tot in ihrer Wohnung an der rue Roi-Victor Amé in Carouge (GE) gefunden. Sie starb an den Faustschlägen und Fusstritten ihres 49-jährigen Partners, wird vermutet. Wir wissen bisher nicht mehr.
Die wie immer mutlosen Medien erwähnen nicht, dass es sich sehr wahrscheinlich um einen Feminizid handelt, der sich wie so oft hinter geschlossenen Türen abgespielt hat. Die Gewalt, die diese Frau erleben musste und die zu ihrem Tod führte, war nicht das Werk eines einzigen Mannes, sondern das Resultat einer patriarchalen Kultur, die tötet!
Wie gerne würden wir diese Statistik nicht Jahr für Jahr führen müssen. Es dauert aber lange, bis Lösungen getroffen werden, und so lange müssen wir unsere Toten zählen!
Die Medien und die Politik sprechen von aktiver elektronischer Überwachung, von einer Notfallnummer, etc., aber noch ist nichts geschehen. Wir warten weiterhin darauf, dass Unterstützungsangebote und Schutzhäuser mehr Geld erhalten. Denn ohne massive finanzielle Unterstützung der Opfer dieser Gewalt ist nichts möglich.
Wir schreiben diese Worte mit Trauer, Wut und Müdigkeit. Wir sagen es immer wieder: Feminizide sind keine Einzeltaten, sondern die Konsequenzen eines patriarchalen Systems.
Das Patriarchat tötet. Kämpfen wir gemeinsam für eine Welt ohne Patriarchat!
