Was ist Faschismus?
Faschismus ist eine politische Ideologie, die gegen Demokratie und Sozialismus errichtet wurde. Erstmals wurde der Begriff 1919 von Benito Mussolini für das diktatorische Regierungssystem Italiens verwendet, an dessen Spitze er stand. Dieser italienische Faschismus diente als Vorbild für den Nationalsozialismus in Deutschland.
Typische Merkmale von Faschismus sind ein extremer Führerkult, der mit einer totalitären Herrschaft einhergeht, eine nationalistische und völkische Ideologie und eine militärisch organisierte Partei. Strategisch verstärkt wird er unter anderem durch Propaganda und Antiintellektualismus.
Faschismus heute
Doch Faschismus ist kein rein historisches Phänomen. Im Zuge des Rechtsrucks kommen sowohl in den USA als auch in Europa ultrarechte Parteien an die Macht, in deren Regierungen sich faschistische Tendenzen erkennen lassen.
Der heutige Faschismus baut besonders auf Kapitalismus und Neoliberalismus und somit auf einem individualistischen, besitzorientierten Weltbild. Er zeigt sich auch in restriktiver und rassistischer Grenz- und Migrationspolitik. Gleichzeitig werden antifaschistische Bewegungen zunehmend kriminalisiert.
Warum wir es benennen
Über heutige Regierungen als faschistisch zu sprechen, wird kritisiert. Doch die Benennung kann helfen, Faschismus früh genug zu erkennen, bevor er zur Normalität wird.
