
Am 27. September hat ein Mann in Schmitten (GR) eine Frau getötet.
Von ihr sind nur die Umstände ihres Todes bekannt. Als Opfer eines Feminizids, den man nicht beim Namen nennen will, wurde ihre Leiche in einem auf einer Wiese parkierten Auto gefunden. Die Medien berichten, dass sie älter war, doch ihr Alter ist nicht bekannt. Man weiss, dass ihre Familie seit dem Nachmittag vergeblich nach ihr gesucht hatte.
Die feministische Gemeinschaft und alle, die sich im Kampf gegen patriarchale Gewalt engagieren, werden an sie und ihre Angehörigen denken.
Es scheint, dass das Opfer ihren Angreifer nur vage kannte. Auch wenn die Mehrheit der Feminiziden von (Ex-)Partnern begangen wird, finden zahlreiche geschlechtsspezifische Morde auch ausserhalb der Privatsphäre statt. Sie stehen manchmal im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt, sind durch die sexuelle Orientierung des Opfers motiviert oder durch eine männlich-dominante Ideologie. Alle werden nach derselben Logik des Eigentums begangen, die in unserer Gesellschaft als normal gilt. Wir haben gerade erfahren, dass die Polizei von Morges einen Polizisten eingestellt hat, der 2025 wegen häuslicher Gewalt verurteilt wurde. Das ist für eine auf dem Patriarchat basierende Institution nicht überraschend.
Erstaunlich wäre es, wenn man der Polizei weiterhin zutrauen würde, das Leben von Frauen, queeren Menschen und allen unterdrückten Personen zu schützen.
Was uns schützt, sind unsere feministischen Freund*innen, es ist die kollektive Organisation. Unterschätzen wir nicht die Kraft unserer kollektiven Stärke! Lasst uns zusammenkommen, um gemeinsam zu kämpfen und die Gesellschaft aufzubauen, von der wir träumen.
